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Türkische Gemeinde zu Berlin e.V.

Muttersprachlicher Unterricht durch Lehrer des türkischen Generalkonsulats PDF  | Drucken |

Jahrzehnte lang hat sich die Politik in Berlin vor der Verantwortung gedrückt.

Die Politik hat keinerlei Anstrengungen unternommen oder gar Lösungen unterbreitet, um den nachweislich bestehenden Bedarf am türkisch Unterricht zu befriedigen.
Stattdessen kommen nun einige auf die geniale Idee den türkischstämmigen Kindern die Möglichkeit zu nehmen in den Nachmittagsstunden die „Muttersprache“ vermittelt zu bekommen.
Seit 30-40 Jahre hat das existierende System sehr gut funktioniert, warum sollte es auf einmal nicht mehr gut sein?
Der Einfluss des türkischen Präsidenten Erdogan wird als Vorwand genommen, um Errungenschaften von vielen
Jahrzenten wieder rückgängig zu machen.
Ein Vorschlag, wie man ohne die Lehrerinnen und Lehrer aus der Türkei, den Türkischunterricht gestalten kann wird natürlich nicht geliefert.
Die verfehlte Integrationspolitik durch Druck, Separation und Repressalien der vergangenen Jahrzehnte möchte man scheinbar wiederholen.
Warum können einige nie aus den Lehren und Fehlern der Vergangenheit vernünftige Schlüsse ziehen?
Wenn man Errungenschaften der Vergangenen Jahre ohne triftigen Grund beschneiden will, darf man sich nicht wundern, wenn in Berlin geborene Kinder sich in unserer Stadt nicht heimisch fühlen.
Wir möchten an alle verantwortlichen Appellieren, den eingeschlagenen unsinnigen und falschen Weg aufzugeben und wieder Vernunft walten zu lassen.
Für eine gesunde Einwanderungsgesellschaft ist es wichtig und notwendig, dass sich Migrantenkinder über Sprache und kulturelle Herkunft definieren und als gleichberechtigte Partner am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

 
Bundestagswahlen 2017 PDF  | Drucken |

 

Die Türkische Gemeinde zu Berlin und die Deutsch-Arabischen Vereine sehen sich gegenüber den politischen Parteien in der Pflicht die Interessen der türkischen und arabischen Community nach außen in die Parteien zu transportieren. Daher werden nach Evaluation bei den Mitgliedern und der türkischen und arabischen Bevölkerung folgende Themen als Forderungen, Erwartungen und Hoffnungen deklariert:

Antidiskriminierung

Menschen werden aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Nationalität, ihrer Sprache, ihres Aufenthaltsstatus, ihrer Hautfarbe oder äußeren Erscheinung, Ihres Geschlechts, ihrer Religion und Weltanschauung, ihres sozialen Status, ihres Familienstandes, ihrer Behinderung, ihres Alters und/oder ihrer sexuellen Identität benachteiligt und diskriminiert.

Diskriminierungen von anderen Volksgruppen zeigen sich insbesondere bei der Bildung, auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt sowie in den Medien.

Um dem entgegen zu wirken, müssen Bund und Länder Präventiv und Repressiv handeln.

Diese Diskriminierungskultur ist sowohl ein strukturelles als auch ein individuelles Problem, welches alleine durch die gesetzliche Regelung gleicher Rechte, nicht gelöst werden kann und wird.

Die Antidiskriminierungsarbeit hat die vorrangige Aufgabe, den Grundgedanken der Gleichbehandlung in allen gesellschaftlichen Strukturen und Institutionen auf sämtlichen Ebenen nachhaltig zu verankern und eine Antidiskriminierungssensibilität zu etablieren.

Änderung des Neutralitätsgesetzes

Der Berliner Gesetzgeber muss nach den bestehenden Rechtsansichten vor dem Hintergrund des AGG das Neutralitätsgesetz ändern. Angebracht ist eine breite Debatte über Neutralität. Es ist nicht nur wichtig, über das Kreuz und Kopftuch zu reden, sondern auch über Symbole anderer Interessengruppen und weltanschaulichen Bekenntnisse.

Das Berliner Neutralitätsgesetz ist verfassungsrechtlich somit nicht haltbar. Es liegen Benachteiligungen insbesondere hinsichtlich der Religion vor.

Die Auswirkungen des Neutralitätsgesetzes sind in der Gesellschaft und im Berufsleben bereits deutlich zu spüren. Neben der juristischen Komponente ist die soziologische zu betrachten, die nach unserer Ansicht integrationshemmend, wenn nicht sogar blockierend ist. Denn das Neutralitätsgesetz verschließt bestimmte Beschäftigungsfelder für Angehörige bestimmter Religionen, hauptsächlich sind davon Muslime betroffen.

Schließlich ist festzustellen, dass das Neutralitätsgesetz genau die Muslime benachteiligt, die es sonst immer als schutzwürdig erachtet, nämlich die Mädchen und Frauen. Das Neutralitätsgesetz schürt die Ausgrenzung von kopftuchtragenden Mädchen und Frauen aus der Gesellschaft. Zitat einer Betroffenen „Das Kopftuch war solange in der Schule kein Problem, solange sie von den Putzfrauen getragen wurde.“

Nur eine konkrete Gefahr für den Schulfrieden rechtfertigt ein Kopftuch-Verbot. Da dies nicht gegeben ist, sollte man religiöse Symbole erlauben.

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Wenn Integration, dann nur durch Partizipation PDF  | Drucken |

Dieser Passus:

"Gleichzeitig wollen wir den Wünschen vieler zugewanderter Menschen nachkommen und ermöglichen, dass sie ihre Integration durch eine Namensänderung verfestigen können.“ steht in der Koalitionsvereinbarung zwischen der CDU und der FDP in Nordrhein-Westfalen. Die Rechtspopulisten haben schon viele skurrile Ideen gehabt aber so Unsinn ist nicht einmal der AfD oder gar der NPD eingefallen... Statt der Diskriminierung den Kampf anzusagen, versuchen CDU und FDP unter dem Denkmantel der Integration die Assimilierung der Migranten voranzutreiben. Die Macher der Koalitionsvereinbarung sind leider noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen.! Wenn Integration, dann nur durch Partizipation (Teilhabe), alle anderen Wege führen zu einer Sackgasse...

 
Härtefall-kommission PDF  | Drucken |

die Türkische Gemeinde zu Berlin (TGB) e.V. wurde 1983 als Dachverband türkischer Vereine gegründet und zählt 76 insbesondere türkische Vereine zu ihren Mitgliedern. Die TGB hat sich den Dialog mit den Politikern und Verbänden auf die Fahne geschrieben. Des Weiteren fungieren wir als Sprachrohr und Vermittler der türkischen Vereine in Berlin und Deutschland. In diesem Zusammenhang sehen wir es als unsere höchste Priorität, den Menschen mit Migrationshintergrund ein gefälliges Leben in der Bundesrepublik mit zu ermöglichen. Voraussetzung dafür ist es aber, dass der Migrant hier in der Bundesrepublik bleiben kann. Darüber entscheidet letztlich nach Beendigung des juristischen Verfahrens die Härtefall-kommission. Die jetzige Härtefallkommission besteht neben den behördlichen Vertretern aus Vertretern der Community und der Religionsgemeinschaften. Dabei sind die evangelische und katholische Kirche vertreten. Eine muslimische Vertretung ist nicht vorhanden. In Anbetracht der Tatsache, dass sehr viele Muslime hier leben und auch sehr viele Muslime den Härtefallantrag stellen, wäre bereits aus der Sicht der besonderen Kenntnisse angebracht, jemanden mit den entsprechenden sozialen und religiösen Wurzeln in der Kommission zu haben. Des Weiteren ist im Rahmen der Gleichstellung der Muslime mit den anderen Religionsgemeinschaften dieser Schritt bereits überfällig. Außerdem ist anzuführen, dass ca. 230.000 türkischstämmige Menschen in Berlin leben. Damit sind diese Menschen ein Teil der Berliner Gesellschaft, welche natürlich auch in den einzelnen Gremien entsprechend vertreten sein muss. Wir als Türkische Gemeinde zu Berlin (TGB) e.V. sehen uns veranlasst, unserer Verantwortung als Teil der Gesellschaft gerecht zu werden und stehen daher für eine Aufnahme in die Härtefallkommission zur Verfügung. Wir bitten daher uns zu kontaktieren, wie wir die Aufnahme eines Vertreters der TGB oder eines ihrer Vereine forcieren können. Die TGB ist gewillt und entschlossen in der Härtefallkommission als Mitglied vertreten zu sein. Wir sind der Meinung, dass auf Grund der Berliner Gesellschaftskonstellation uns Mitspracherecht in diesem Ausschuss zusteht.

 
Kultur des Zusammenlebens PDF  | Drucken |

Die "Türken" haben eine Jahrtausende alte Geschichte, in der sie die Kultur und Geschichte der Menschheit mitentwickelt haben...
Eines sollte jedem in Deutschland bewusst sein, wir brauchen keine "Leitkultur" (was immer das sein soll). Was wir in einer modernen, freiheitlichen Gesellschaft benötigen ist eine "Kultur des Zusammenlebens". Dieses beinhaltet zwingend das Respektieren von „anders“ Denkenden und „anderen“ Lebensweisen.
Der Bundesinnenminister sollte sich vor den Bundestagswahlen nicht so von den Rechtspopulisten einnehmen lassen.
Er entfacht eine sinnlose und überflüssige Debatte die nicht zusammenführt, sondern separiert.
Am Ende solcher sinnlosen und überflüssigen Diskussionen brauchen wir uns dann auch nicht mehr wundern, wenn Jugendliche, die in Deutschland geboren sind und aufgewachsen sich mehr für andere Länder und Staatsmänner interessieren als für Deutschland und seine Probleme...
Das Grundgesetz in Deutschland bestimmt die Leitlinien unseren Zusammenlebens, etwas anderes brauchen wir nicht...

 
Die fadenscheinige Neutralität von Lehrern! PDF  | Drucken |

Das Neutralitätsgesetz verpflichtet die Berliner Lehrer zur neutralen Verhaltensweisen gegenüber Schülern.
Insbesondere soll dies in Bezug auf die religiöse Einwirkung geschehen. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass Neutralität auch im allgemeinen Verhalten zu wahren ist.

Nach dem Referendum in der Türkei wurden acht bis zehnjährige türkischstämmige Kinder damit bedrängt, dass der Präsident der Türkei Erdogan ein Diktator sei. Die Senatsverwaltung für Bildung steht in der Pflicht die notwendigen Vorkehrungen und Maßnahmen zu treffen, dass derartiges Verhalten nicht wiederholt wird und insbesondere türkischstämmige Schüler von solchen Entgleisungen der Lehrer geschützt werden.

Die Lehrer stellen damit die türkischstämmigen Schüler bloß und Sorgen dafür, dass diese diskriminiert werden. Der Lehrauftrag der Lehrer umfasst neben der Vermittlung von allgemeinen und speziellen Wissen auch der Umgang miteinander.

 
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